Kulturführungen - TuG in Bewegung


Ute Brutzki hat Anfang 2023 das Angebot „Kulturführungen - TuG in Bewegung“ übernommen.

Wir besuchen aktiv und mit kunsthistorischer Begleitung die aktuellen und interessanten Ausstellungen und kulturellen Ereignisse in und um Berlin. Das hält uns körperlich und geistig fit.

Dazu gehört auch immer ein Abschluss in einem der schönen Museumscafés und die Aufnahme unseres Gruppenfotos.

Die Führungen finden alle 1 bis 2 Monate, d.h. 6 bis 8 mal im Jahr,
meist am Freitagnachmittag, damit auch Berufstätige teilnehmen können, statt.

Die Kosten für die Führung/Guide liegen zwischen 5 und 10 Euro, dazu kommt noch das Eintrittsgeld.

Kunstinteressierte haben die Möglichkeit und werden gebeten, sich zur jeweils aktuell in den Schaukästen und auf der »TuG-Home« Seite unter »Termine« angekündigten nächsten „Kulturführungen“ bei ✉ Ute Brutzki anzumelden.


Jahresrückblick 2024
Im Jahr 2024 waren wir gut in Bewegung und viel unterwegs.
Unsere Kultur Führungen führten uns durch das zukunftsorientierte Futurium, wir begegneten dem Graffiti Künstler Bansky, haben die neue Ausstellung in der neuen Nationalgalerie erlaufen, waren die ersten Besucher bei Caspar David Friedrich in der Alten Nationalgalerie, haben die Portraits von Frans Hals in der Gemälde Galerie bewundert und Modern Art im Hamburger Bahnhof.
Dabei haben wir stets sehr engagierte und kreative KunsthistorikerInnen als Guide an unserer Seite erleben dürfen. Da Kunst in Bewegung Körper und Geist zusammen hält haben wir den anschließenden Besuch im Museums Kaffee sehr genossen. Ein besonderes Highlight ist unser obligatorisches Foto vor immer wieder beeindruckender Kulisse.
Mit 7 Kultur Besuchen in 2024 und 140 teilnehmenden ist nicht zu übersehen, es gibt viele Kultur interessierte SportlerInnen im VfB Hermsdorf. Das werden wir in 2025 fortsetzen.
Interessierte können gern dazu kommen.


Besichtigung des Humboldt Forums

Zum Auftakt des Neuen Jahres hatte Ute Brutzki im Rahmen ihrer Kulturveranstaltungen zu einer Überblicksführung des Humboldt Forums am 10.1.25 geladen. Das motivierte so viele Interessenten, dass am Ende zwei parallele Führungen eingerichtet wurden.

weiterlesen Das Humboldt Forum sind im Grunde zwei Häuser in einem:
Ein teilweise wieder errichtetes Hohenzollernschloss und ein modernes Kulturforum, bei dem zunächst offen war, wie man es nutzen wollte. Klar war nur, dass der Palast der Republik als Symbol der DDR in der Mitte Berlins durch etwas Neues ersetzt werden sollte.
Im 15. Jahrh. gehörte dieses Gelände einem Dominikanerkloster. Als die Hohenzollern 1443 beschlossen, an dieser Stelle eine Winterburg zu errichten, waren die Berliner massiv dagegen, weil sie um ihre Eigenständigkeit fürchteten, und fluteten 1447 die Baustelle („Berliner Unwillen“) . Es nützte ihnen aber nichts. Es wurde eine Wehrburg errichtet, die man im Laufe der Jahrhunderte durch An- und Umbauten zu einem Schloss umgestaltete.

Der erste preußische König, Friedrich der I., erhob Berlin zur Residenz und beauftragte Andreas Schlüter zu seiner Krönung 1701 das Schloss nach dem Geschmack der Zeit in ein Barockschloss umzubauen. Von dem Ergebnis, insbesondere dem sog. Schlüterhof, war er restlos begeistert. Dann aber wollte er das Schloss noch um einen 90m hohen Turm ergänzen und an dieser Aufgabe scheiterte Schlüter zweimal, weil der moorastige Boden das Gebäude nicht trug. Schlüter wurde entlassen und Eosander von Göthe wurde mit den weiteren Bauarbeiten beauftragt. Der brachte erstmal tausende von Holzpfählen in den Boden und errichtete dann die Kuppel und das Eosanderportal zur Spreekanalseite hin.

Das hinter dem Eosanderportalportal gelegene Foyer war ursprünglich ein nach oben offener Raum (Eosanderhof), der sich auf die Tradition der griechischen Angora oder des römischen Forums bezog. Von dem nun geschlossenen Foyer erreicht man den Skulpturensaal (Idee von dem Architekten Stella) und den Keller. Zusammen mit den im ganzen Haus verteilten „Spuren“ soll so eine 800 Jahre alte Geschichte deutlich gemacht werden.

Im Rundgang begeistert der barocke Schlüterhof mit seinen zahlreichen Skulpturen, die nicht nur Dekor waren, sondern auch die Aufgabe hatten, von den nach barockem Verständnis vorhandenen Asymmetrien und Brüchen in dem bestehenden Gebäude abzulenken.

Die zweite und dritte Etage bieten Sammlungspräsentationen des Ethnologischen Museums und des Museums für Asiatische Kunst, die zusammen mit dem Berlin-Teil einen Dialog der Kulturen und eine Auseinandersetzung mit dem Erbe des Kolonialismus bewirken sollen.

Wir besuchten noch die Ausstellung Ts'uu – Zeder (Von Bäumen und Menschen), die das Schicksal der kanadischen Ureinwohner darstellt. Diese lebten Hunderte von Jahren im Einklang mit der Natur, bis die europäischen Eroberer kamen, die Naturschätze plünderten und die Ureinwohner mitsamt ihrer Kultur zurückdrängten. Erst in letzter Zeit ist man dabei, ein neuer Verständnis der Ureinwohner und des Zusammenlebens in der kanadischen Gesellschaft zu entwickeln.

Die Idee von Ute, sich anschließend noch zusammenzusetzen, scheiterte leider daran, dass das Bistro vergessen hatte, die Raumreservierung einzutragen, und dafür eine geschlossene Gesellschaft angenommen hatte.

Es war eine insgesamt gelungene Veranstaltung mit einem vertieften Einblick in die Geschichte und die Kultur eines Ortes in der Mitte unserer Stadt.

Für Interessenten: Das Humboldt Forum kann täglich in weiten Teilen kostenlos besichtigt werden.

--- Peter Ehren ---


Von Odesa nach Berlin
Flucht der Bilder nach Berlin!

Die Gemäldegalerie bringt rund 60 Meisterwerke aus dem Odessa Museum mit 25 Gemälden aus Berliner Sammlungen in einen kunsthistorischen und kulturpolitischen Dialog. Meisterwerke wie von Frans Hals und Francesco Granacci führen zu überraschenden Begegnungen.


Kosmos Kandinsky
In dieser einmaligen Ausstellung wird das unglaublich vielfältige, künstlerische Werk Wassily Kandinskys aus mehreren Jahrzehnten gezeigt.

Der Titel der Ausstellung "Kosmos Kandinsky" verweist auf das mit ausgestellte künstlerische Umfeld, dass Kandinsky im Laufe seines Lebens maßgeblich beeinflusste. Diese großartig angelegte Ausstellung zeigt 125 Werke von über 70 Künstlerinnen und Künstlern neben Kandinsky, darunter Sonia Delaunay, Piet Mondrian, Barbara Hepworth, Kasimir Malewitsch.

Clärchens Ballhaus
Seit der Eröffnung vor 111 Jahren haben die Tanzsäle fünf politische Systeme und zwei Weltkriege überstanden.
Marion Kiesow hat die Historie von Clärchens Ballhaus recherchiert und führte uns im legendären Spiegelsaal charmant und anekdotenhaft durch eine oft unglaubliche Kulturgeschichte.

Frida Kahlo
Besuch der Ausstellung "Frida Kahlo" im Max Planck Institut.

Yoko Ono
Bevor die beeindruckende Yoko Ono „Yoko Ono“ Ausstellung Berlin wieder verließ, konnten wir uns mit der Kunsthistorikerin Kolja Kohlhoff diese vielfältige Ausstellung gemeinsam ansehen.
Yoko Ono war ihrer Zeit mit ihren Kunstwerken, Fotografien, Performances und ihrer Musik meist voraus. Im Gropius Bau wurden über 200 Exponate aus sieben Jahrzehnten ihres künstlerischen Schaffens gezeigt.

The Scharf Colletion

Eine Woche nach der Eröffnung der neuen Highlight Ausstellung in Berlin "The Scharf Collection" waren wir am Sonntag, den 09. 11.2025 in der Alten Nationalgalerie.

Aufgrund der vielen Anmeldungen hat sich unser Guide, der Kunsthistoriker T.R. Hoffmann bereit erklärt, uns in zwei Gruppen nacheinander durch die Ausstellung zu führen.

Dies fand unsere große Bewunderung, zudem war es eine Kunst, Schwerpunkte für die zahlreichen Werke der Sammler Familie Scharf/ Gerstenberg zu zeigen.
Wir wanderten durch die Werke von Monet- Cezanne-Matisse- Bonnard- Toulouse-Lautrec- Picasso bis hin zu Katharina Grosse.

Danach haben wir den Kaffee im Petit Bijou sehr genossen.

Havelluft und Großstadtlichter
Die Ausstellung „Havelluft und Großstadtlichter“ zeigte eindrucksvoll, wie urbanes Leben und ländliche Idylle von der Berliner Secession ins Bild gesetzt wurden – vom ausgehenden 19. Jahrhundert bis in die spannungsgeladenen 1920er Jahre.
Eine einmalige Zusammenstellung mit sehr farbenfrohen und lebendigen expressionistischen Bildern. Um 1900 verändert sich das Verhältnis von Stadt und Land und dieses Thema findet in der Kunstwelt großen Widerhall.
Zum Abschluss war die „Berliner Kneipe Kastanie“ ein Hit für süße und herzhafte SportlerInnen.

out of the box
Das ARCHIV der Akademie der Künste feierte das 75 Jährige Jubiläum mit 75 Exponaten aus dem umfangreichen Archiv.

Da es wieder zahlreiche Anmeldungen gab, haben uns mit zwei Rundgängen die Kunsthistorikerin Frau Neumann und der Leiter des Archivs Herr Heegewaldt durch die Ausstellung geführt.
Dabei erzählte nicht nur die Original Blechtrommel von Günter Grass aus der Verfilmung von Günter Grass Roman spannende Geschichten.